Engel des Friedens

 

15. DEZ 2011 - Lesezeit ca. 15 + 5 Minuten

Ein Weihnachtsmärchen von German JaCobi
-------------------------------------------------------------------------------
Der wahre Engel des Friedens ist kein un-
WIRKlicher Mythos mit übernatürlichen Kräften,
der sich ständig auf der Flucht befindet
vor aggressiven Menschen.
Er ist auch kein tieffliegender Guru,
kein Esoterik-Fraek
in Strapsen ...

Der fliegende Friedensstifter ist sehr greifbar, ja geradezu anschmiegsam und spielt in unserem Leben eine sehr große Rolle. Als Gallionsfigur der Justiz, ausgestattet mit dem Recht auf Gewalt, soll und kann er für Gerechtigkeit sorgen. Er darf nur nicht von Mächtigen eingesperrt oder vergewaltigt werden. Da viele Menschen mehr Gewalt entwickeln können als einige, die sich allmächtig fühlen, könnte Justitia tatsächlich alles, was sich zwischen Menschen abspielt und mit Vernunft und Rücksicht erwartbar ist, durch Androhung und Vollzug von Konsequenzen so gestalten, daß genug Zufriedenheit bei allen Beteiligten entsteht.

Damit entstünde genug Frieden mit weniger Höllen und mehr Motivationsparadiesen für die meisten, also genau das, worauf die meisten seit langem und immer sehnlicher warten. Damit das etwas leichter fällt unter sehr vielen Menschen, die jetzt noch so machtvoll und ignorant sind, daß sie sich immerwieder gegenseitig massenhaft töten und damit das Gesetz der Schöpfung mit seinem Gerechtigkeitsprinzip "LEBEN UND LEBEN LASSEN" brechen, finden Sie nach dem Märchen noch einige Anmerkungen, die auch die kürzeste, nachvollziehbarste und damit praktikabelste Definition für Gerechtigkeit enthalten ...


Nachdem der Präsident des Landgerichtes die große Tanne vor dem Eingang des ehrwürdigen Gebäudes wegen Schneebruchgefahr hatte fällen lassen, blieb in der Kiste mit Weihnachtsschmuck eine Lichterkette liegen. In all den Jahren hatte sie auf dieser Tanne ein wenig die Fassade der Institution erleuchtet, die einen wichtigen Beitrag leisten soll für den Frieden der Welt, auch wenn das vielen Menschen nicht klar war. Immerhin durften Juristen Politiker ins Gefängnis stecken und nicht umgekehrt. Und was Juristen mit den Gesetzen der Politiker machten, ließ sich von kleinen Bürgern doch kaum kontrollieren. Es war kein Zufall, daß ausgerechnet die Putzfrau über einen neuen Platz für die Lichterkette nachdachte. Sie hatte sich schon oft Klagen von Menschen anhören müssen, die nach frustrierenden Erfahrungen mit der Justiz resigniert den Ort verließen, wo sie sich Gerechtigkeit erhofft hatten und nun mit großer Lust davoneilten, sich zu rächen. Die Putzfrau hatte dabei gelernt, sich wie Juristen zu trösten: Nicht jedem kann man es Recht machen, vor allem nicht Leuten, die meinen, immer alles recht gemacht zu haben. Und die gab es bekanntlicherweise nicht nur ganz oben und so weit entfernt, daß man sich leisten konnte, ihnen für vieles die Schuld zu geben ...

Ein wenig zitterten der kleinen Putzfrau die Hände, als sie das Kellerfenster kippte, um das Verlängerungskabel durchzuschieben. Ihr Herz klopfte, als sie sah, wie schön nun die Göttin der Gerechtigkeit auf ihrem Sockel vor dem Eingangsportal neben dem breiten Treppenaufgang erstrahlte. Vielen Menschen, die sich recht verhielten, flößte sie mit ihrer Waage das Bewußtsein ein, daß es an diesem Ort mit rechten Dingen zugehe. Die Putzfrau mit den munteren Augen hatte zwei Dutzend Lichter rund um ihre Füße drapiert. Über die Festtage war nicht viel los, sodaß es nicht mal den Staatsanwälten auffallen würde, die mit scharfen Augen ein und aus gingen und nach dem Rechten sahen, wenn Menschen während der Feiertage von Emotionen überwältigt wurden und sich benahmen, wie sich Tiere nie benehmen würden. Justitia sah im Lichterglanz trotz ihrer verbundenen Augen gleich viel freundlicher aus als sonst.

Ob es das bißchen Wärme um ihre Füße war, oder das tiefsitzende Bedürfnis vieler nach mehr Gerechtigkeit, werden wir nie erfahren. Jedenfalls bewegte Justitia auf einmal ihre Zehen. Leben kam in die Göttin des Rechtsfriedens. Es dauerte nicht lange, da regte sich bei ihr immer mehr. Sie begann zu atmen, bewerte ihren Kopf, ihre Schultern und wurde zunehmend lebendiger. Als sie ihre steif gewordenen Finger spreizte und nach dem Tuch griff, das ihr Juristen vor langer Zeit um die Augen gebunden hatten, damit sie nicht mehr so genau hinschauen muß, fiel ihr Schwert mit einem dumpfen Schlag auf den Boden. Ein Passant drehte sich um, lief aber rasch weiter, um nicht in Unannehmlichkeiten zu geraten. So konnte niemand beobachten, wie Justitia ihre Augenbinde hochschob. Dieses Tuch sollte dem Volk signalisieren, daß die Justiz keinen Unterschied macht zwischen Herren und Knechten. Justitia hatte sich darüber aber sehr geärgert. Wer weise und gerecht entscheidet und dabei das Geben und Nehmen aller achtet, muß nicht die Augen schließen und sie sich schon gar nicht von anderen zuhalten lassen. Menschen mögen sich von Äußerlichkeiten beeinflussen lassen, mögen Tatsachen ignorieren und Unbeachtetes durch Einbildungen ersetzen, nicht aber eine Göttin, die für Gerechtigkeit sorgt! Und Juristen, die das nicht beherrschten, sollten dringend lernen, sich zu beherrschen ...!

Auch den Ölzweig hatten Juristen ihr vor langer Zeit abgenommen, den sie als Symbol des Lebens in der Hand gehalten hatte. Statt dieses Zweiges hatte man ihr ein Schwert in die Hand gedrückt, damit sie Streitenden klar machen konnte, daß es sehr schmerzhaft werden kann, wenn sie sich nicht fügen und einigen. Wie aber konnten Menschen glauben, man könnte menschliches Gegeneinander mit Gewalt regeln? Schrieb die Geschichte der Menschheit nicht genug Grausames darüber mit blutroter Schrift? Was Menschen gegeneinander aufbrachte, waren ihre individuellen "Wahrheiten", die von Beobachter zu Beobachter anders ausfallen mußten und mit Täuschungen vermengt, ein explosives Gemisch für Auseinandersetzungen boten. Was da aus Erinnerungen hervorgekramt wurde, hatte mit Tatsachen oft nicht mal mehr Ähnlichkeit. Justitia wußte das und kümmerte sich deshalb auch um das Erkennen der Fakten. Wahrheit ist nicht immer, was Streitende oder Juristen meinen, sondern das, was sich tatsächlich ereignet hatte. Schon was Menschen in ihrem Drang nach Wohlgefühlen aktuell beobachteten, konnte sich so von den Wahrnehmungen anderer so unterscheiden, daß niemand mehr so recht wußte, was Wahrheit oder Lüge war.

Daß es auch Dinge zwischen Himmel und Erde gab, die passieren, aber nicht beobachtet werden, regte Vernunftwesen zu allerlei mythischen Vorstellungen an. Eine Göttin, die als Engel des Friedens versucht, Menschen klarzumachen, daß es mit dem Frieden nichts wird, wurde aber noch nie beobachtet ... Niemand bemerkte, wie sich Justitia bückte und erstmal ihre Waage abstellte. Sie wollte unter's Volk, wollte den vielen Menschen sagen, daß sie sich Unrecht nicht gefallen lassen müssen. Und sie wollte ihnen endlich klarmachen, daßJuristen zuständig sind für Konflikte, nicht Politiker. Auch die besten Gesetze nützen nichts, wenn sie nicht verwirklicht werden. Zu viele leidgeplagte Bürger waren gebeugt an ihr vorbeigeschlichen. Was ihr zu Ohren gekommen war in den vielen Jahren, war einfach zu viel. Sie wollte Menschen erklären, wie wichtig und einfach es war, sich am Geben und Nehmen zu orientieren.

Letztlich kam es ja nur darauf an, ein wahrheitsgemäßes Geben und Nehmen, frei von Wahrnehmungsstäuschungen herzustellen. Das war schwer genug, leistete sich doch ausgerechnet das Hirn von Vernunftwesen unglaubliche Selbsttäuschungen, weil das Hirn einfach größer als bei anderen Kreaturen. Zu oft hatten Juristen sich Dinge eingebildet, die nicht der Wirklichkeit entsprachen und ihre Deutungen der Gesetze wichtiger genommen als den eigentlich dahinterstehenden Zweck. Und der diente nicht selten ganz anderem als den Interessen der Mehrheit, deren Politker diese Gesetze vereinbart hatten. Immerhin sollten alle Regeln ja so gemacht sein, daß sie einem gesunden Rechtsbewußtsein entsprachen. Nur so konnte sich die Mehrheit an sie halten, ohne alle im Kopf zu haben oder Juristen fragen zu müssen.

Justitia sprang mit einem großen Satz vom Sockel, als hätte sie Flügel. Daß an Weihnachten viele Menschen zu Hause waren, traf sich gut. Noch etwas steif aber kräftig, machte sie sich auf den Weg in die nahegelegene Wohnsiedlung mit besinnlich erleuchteten Häusern. Im ersten entdeckte sie Menschen, die mit ernsten Gesichtern um einen Tisch herum saßen. Sie klopfte ans Fenster, lief dann aber schnell weiter, als die Menschen erschraken und aufsprangen. Vor lauter Begeisterung hatte sie vergessen, daß man an Türen klopfen muss. Im nächsten Haus war Licht und sie fand auch eine Klingel. Als ein kleines Mädchen öffnete, beugte sie sich zu ihr und sprach: "Du mußt keine Angst haben, ich bin der Engel des Friedens. Ich bringe euch eine frohe Botschaft!" Mehr konnte sie aber nicht sagen, denn ein Mann tauchte hinter dem Mädchen auf und schüttelte nur den Kopf: "Wir haben in diesem Jahr schon so viel gespendet, daß wir selbst betteln gehen müßten!" Ohne weiter zuzuhören drückte er einfach die Türe zu. Wäre Justitia nicht zurückgewichen, wäre ihre Nase platt gewesen.

Justitia versuchte es im nächsten Haus. Sie klingelte drei Mal, entdeckte dann im Fenster blaue Lichtblitze und Menschen vor einem Fernseher, der sie in seinen Bann zog und zu verzaubern schien. Da ihr die Füße kalt wurden, eilte sie weiter. Endlich hatte sie Erfolg. Sie fand eine Frau, die ihr zuhörte. Jedenfalls schien es so. Sie konnte ihr erklären, daß Menschen nur nach dem jeweils zuständigen Gesetz fragen müßten, um so viel Recht zu bekommen, wie allen zusteht. Die Frau lächelte aber nur und wünschte ihr viel Glück. Recht haben und Recht bekommen seien zwei unterschiedliche Stiefel, die einem schmerzhafte Spagate abverlangen, meinte sie achselzuckend. Sie hoffe, nie wieder ein Gericht betreten zu müssen ...

Justitia wunderte sich nicht. Sie wusste ja, wieviele Menschen es gab, die nichts mit Juristen zu tun haben wollten. Die schwierige Sprache schreckte viele, und vielen war auch nicht geheuer, daß Juristen so viel Macht hatten und gerne alles besser wußten. Sie steuerte auf ein großes Mehrfamilienhaus zu. In fast allen Wohnungen brannte Licht. Als sie eine halbe Stunde später den Wohnblock wieder verließ, hatte sie mit einigen Bewohnern gesprochen. Beinahe war sie schwermütig geworden. So viel Ignoranz und Hoffnungslosigkeit hatte sie nicht erwartet. Entweder hatten Menschen keine Schwierigkeiten und wollten in Ruhe gelassen werden, oder sie hatten schlimme Konflikte hinter sich und wollten nichts mehr von Recht wissen. Viele wußten nicht einmal, wozu Gesetze da waren. Sie glaubten, es gäbe sie, damit sich alle nach ihnen richten. Daß Gesetze entstanden waren, um Unrecht rasch aus der Welt schaffen zu können, war ihnen fremd. Sie konnten mit dieser Erkenntnis nicht einmal was anfangen, obwohl sie vielen die Angst vor dem Rechtsdschungel zerstreuen konnte. Wer das wußte, konnte immer ein Gesetz finden, auch wenn Juristen sich in ihrem Irrgarten verliefen und lieber auf Urteile oder Kommentare verwiesen.

Einige Menschen hatten sogar hämisch über das Wort Gerechtigkeit gelacht und Justitia als lächerliche Werbefigur der Rechtswirtschaft beschimpft ... Wer sonst als Justitia konnte Streitende zur Vernunft bringen und damit allen klarmachen, wo Grenzen sind? Nur sie konnte genug Rechtsfrieden in die Welt bringen, denn nur wer einsieht, daß er Unrecht tat, kann sein Verhalten ändern. Politiker konnten bestenfalls mithilfe von Juristen gute Regeln zustandebringen. Ob die dann korrekt angewendet werden und Rechtsverletzungen damit rasch aus der Welt verschwinden, lag aber nicht nur in der Verantwortung von Juristen. Auch jene, die ihr gutes Recht verlangten, denen Unrecht geschehen war, mußten kontrollieren, ob die Justiz recht handelte. Zumindest sollten sie nachvollziehen können, warum so und nicht anders entschieden wurde.

Die vielen Schwierigkeiten, die Menschen mit Juristen gehabt hatten, hatte Justitia sehr bedrückt. Die Göttin der Gerechtigkeit fühlte sich aufeinmal nicht mehr als Engel des Friedens. Daß es so wenig Interesse gab am Engagement ihrer Mitarbeiter, war für sie sehr frustrierend. Niedergeschlagen ging sie zurück zu ihrem Platz vor dem Gericht. Kalt war ihr geworden. Ihre Bewegungen wurden langsamer und steifer. Nur mit letzter Mühe schaffte sie es zurück auf ihren Sockel. Als sie sich aufrichten wollte, zerbrach eine Glühbirne. Die Lichterkette erlosch. Justitia war gebeugt von der Ignoranz des Volkes. Hatten sich die Menschen durch zu viel Unrecht so verändert, daß sie keine Hoffnung mehr in sich trugen? Ging es vielen noch zu gut, sodaß Gerechtigkeit für sie kein wirkliches Anliegen war? Oder gab es zu viel Unrecht ...? Waren die Zeitungen nicht voll davon? War nicht so viel Rücksichtslosigkeit und Intoleranz in der Welt, daß nicht einmal mehr Kinder ihr Recht fanden, glücklich zu sein? Warum interessierte sich niemand für die Göttin der Gerechtigkeit in einer Zeit, in der es immer mehr Mißgunst, Neid, Habgier, Streit, Gewalt, Amok, Terror und Krieg gab?

Justitia versagten die Kräfte. Es gelang ihr nicht mehr, sich aufzurichten. Was würden die Menschen denken, wenn man sie gebückt auf dem Sockel fand? Würde ihr Kniefall helfen zu erkennen, wie wichtig ihre Waage war? Konnte ihre wundersame Verwandlung in einer Nacht zwischen Weihnachten und Neujahr vielen klarmachen, daß auch Anwälte und Richter nur Menschen waren, die unter den Täuschungen ihrer Wahrnehmung litten? Nichts erschwerte den gerechten, zufriedenstellenden Ausgleich von Mühe und Lohn so sehr wie diese gefährliche Schwäche. Müßten nicht gerade sie mit offenen Augen arbeiten, nachdem aller Streit durch Wahrnehmungsfehler entsteht? Um das zu erkennen und nutzen zu können, müßten Betroffene aber erst mal ihr "rechtes Auge" öffnen. Bis jetzt wußten Rechtsuchende nicht einmal, was ihnen von Anwälten und Richtern an Leistungen zustand. Viel Geld und Zeit warf das Volk in die Schale der Justiz, während Juristen nicht genug in ihre taten. Haben Problemlöser die gleichen Probleme wie die Verursacher von Problemen, kann nur viel Durcheinander und jede Menge Ärger entstehen. Und dann treffen die jeweils Mächtigeren Entscheidungen, ohne Rücksicht darauf, wieviel Unrecht damit angerichtet wird ...

Obwohl sich in ihrem Kopf noch viel bewegte, erstarrte Justitias Körper. Gern hätte sie mitgelacht als einer der Anwälte, die kurz vor Mitternacht noch ihre Schriftsätze in den Nachtbriefkasten werfen, das zerbrochene Schwert entdeckte. Er brüllte vor Lachen, als er nach oben schaute. Justitia auf Knien vor ihren Waagschalen, die von unten aussahen wie zwei Eimer. Ihre Augenbinde war hochgerutscht und hielt ihr Haar wie ein Kopftuch. Wollte sie den Schmutz der Welt aufwischen? Was da abgegangen war, konnte er sich nicht zusammenreimen, trotz seines anwaltlichen Erfindungsreichtums. - Als die Gerichtsputzfrau am nächsten Tag kam, fiel sie beinahe in Ohnmacht. Spurensicherer der Staatsanwaltschaft grübelten, weil nichts auf einen nächtlichen Austausch der Statue hinwies. Über zweihundert Jahre hatte die Figur aus Stein neben dem Eingang gestanden. Es meldeten sich Leute aus der Umgebung, die von einer merkwürdigen Frau erzählten, die einige Häuser aufgesucht hatte. Zeitungen berichteten. Man stand vor einem Rätsel, bis andere Ereignisse interessanter wurden.

Da Justitia auf Knien vor dem Gerichtsportal nicht mehr viel Respekt verbreiten konnte, wurde sie alsbald von einem Abbruchunternehmer zerlegt und entsorgt. Mit der Statue verschwand auch die Hoffnung einiger Juristen auf Veränderungen, die längst wußten, daß nur eine Justitia ohne Augenbinde und Schwert für Rechtsfrieden sorgen kann. Wer Gerechtigkeit wollte, mußte die Wahrheit erkennen und die Bedürfnisse und Leistungen aller respektieren, was oft mit viel Raffinesse verhindert wurde. Das natürlich mußte man erst mal wissen, um damit umgehen zu können. Wer sich auskannte, konnte auch die Fallstricke erkennen, konnte auf Justitias Waage achten und dann selbst zum Friedensengel werden. Wahre Engel des Friedens haben keine Flügel. Sie beflügeln ihren Verstand und ihr Einfühlungsvermögen und achten darauf, daß das Geben und Nehmen untereinander der Wahrheit und vernünftigen Erwartungen entspricht oder wie vereinbart verwirklicht wird. Eigentlich ganz einfach, wenn man es weiß.

Solange viele Menschen nicht wußten, daß die Interpretationskünste der Juristen die Spielräume mächtiger Scherenspreizer größer und größer machten, war es einfacher und hoffnungsvoller, Politikern Lichterketten umzuhängen, auch wenn man damit von den Falschen Entlastung erwartete. So wurde letztlich nur mit Ignoranz verhindert, den wahren Engel des Friedens zur Befriedung der Welt zu engagieren und fliegen zu lassen. Daran könnte man viel ändern, wüßten viele, daß Machtmißbrauch durch die Akzeptanz vieler Einzelner entsteht. Die müßten sich nur ein bißchen bewegen, damit sie nicht versteinern oder zerbrechen.


Erwachten Sie beim Lesen aus der lähmenden Ohnmacht, können Sie jetzt sicher genug Hoffnung und Power entwickeln und die Welt um sich herum, ggf. auch mithilfe der mächtigen Justiz, friedlicher machen! Tun das viele innerhalb Ihrer VerANTWORTungs- und Kompetenzbereiche, können sich Politiker schon bald aufhören, all das, was sich daneben entwickelt, auf die Schultern vieler zu verteilen, die sich das gefallen lassen und ihrer eigentlichen Aufgabe zuwenden, Zukunft auf Grundlage einer einschätzbaren, zuverlässigen Gesellschaft zu gestalten ...!

Wer erkennt, daß die Evolution ausschließlich mit Wahrnehmung und Nichtwahrnehmung funktioniert und daß sich mit ENERGIE AN = 1, ENERGIE AUS = 0 alles entwickelt hat mit positiven und negativen Gefühlen, und damit auch die beiden machtvollen Geister des Universums Neugier und Ignoranz entstanden sind, die viele Menschen heute noch was Höheres hinter allem vermuten lassen, entdeckt nicht nur eine Welt voller Wunder. Wer das genial einfache Programm der Schöpfung begreift, kann auch mit wenigen "Kopfgriffen" für Gerechtigkeit sorgen und damit eine wunderbare Welt gestalten. Denn mit zwei gegenüberstellbaren Zahlenwerten kann man rechnen. Mit Wortwerten können Mächtige und Ohnmächtige streiten. ALLE PHILOSOPHIE ENDET AM ANFANG.

Der wahre Engel des Friedens kommt also in Gestalt einer römischen Göttin daher. In den meisten Gesellschaftssystemen haben Juristen genug Macht, um menschliches Verhalten zu beeinflussen. Sie können durch Druck auf den Geldbeutel oder durch Einschränkung der Freiheit dafür sorgen, daß Frieden herrscht. Kann man einem Volk klarmachen, daß Justitia nicht nur für Recht sorgen kann, weil hinter diesem von Menschen geschaffenen Instinktersatz das allem übergeordnete Erfolgsprinzip "Gerechtigkeit" der Evolution steckt, haben sie auch gute Chancen, Mächtige wohlwollend zu beeinflussen. Mit entsprechenden Informationen lassen sich die meisten zu einem gerechteren Verhalten bewegen. Mächtige gibt es ja nicht nur ganz oben in den unzähligen Machthierarchien. Mächtige agieren überall, verteilt auf unzählige Partnerschaften in den unterschiedlichsten Beziehungen unseres privaten, beruflichen, geschäftlichen und verwalteten Lebens. Es gibt unzählige Gelegenheiten, sich so zu verhalten, daß keine schmerzhaften Konsequenzen drohen.

Wer weiß, daß auch Juristen partnerschaftlich behandelt werden wollen und darunter leiden, wenn man einen großen Bogen um sie herum macht, läßt sich nicht mehr von mächtigen Unvernunftwesen zum Regeldeppen machen. Und wer weiß, daß Gerechtigkeit nur durch wahrheitsgemäßes Geben und Nehmen funktioniert, das nur durch subtil verdrängte und raffiniert versteckt Wahrnehmungseinschränkungen erschwert und verhindert wird, kann viele Aktivitäten so gestalten, daß akzeptable Gerechtigkeit entsteht. Auf eine Ursache zu achten war schon immer einfacher und effektiver, als den bösen Folgen hinterherzujagen und unter den Teppichen andere nachzuschauen, was die "schweben" läßt. Es geht nicht um absolute Gerechtigkeit. Die würde alles zum Stillstand bringen, würde voraussetzen, daß alle gleich sind und sich gleich verhalten. Gleichberechtigung bedeutet nicht Persikope für kleine Männer und Stöckelschuhe für kleine Frauen. Gerechtigkeit ist der zufriedenstellende Ausgleich partizipierender Interessen durch ein wahrheitsgemäßes Geben und Nehmen, das allen Beteiligten weitere Zufriedenheit ermöglicht und die Erwartungen aller entsprechend gestaltet!

Wer glaubt, er würde das Geben und Nehmen wie seine Partner gestalten, deren Vorstellungs- und Erfahrungswelten sich von seinen unterscheiden, wird sich der Fehlleistungen seines Hirns nicht bewußt und macht die Schuld zum schnellsten Pferd der Welt. Das fangen oft nicht mal Juristen ein, weil sie sich wie alle anderen auch gerne von ihrer egoistischen Wahrnehmung an der Nase herumführen lassen. Leider sind bahnbrechende Erkenntnisse der Konfliktforschung noch nicht bei ihnen angekommen. Dummerweise verketten sich damit auch beim Ruf nach dem großen Bruder die berüchtigten widrigen Umstände, an deren Ende der Schwächste hängt und die Zunge herausstreckt. Was damit entsteht im gesamten Machtgefüge mit komplexen Verknüpfungen, ist genau das, was wir beklagen und viele Erwachsene davonrennen läßt vor den schwarzen Männern und Frauen, die alles andere verbreiten als Rechtsfrieden. Damit vertut unsere Gesellschaft eine gewaltige Chance, den wahren Engel des Friedens fliegen zu lassen. Ein zufriedenes Volk kennt keinen Terror, keine Amokläufe. Justitia ist die mächtigste Frau der Welt. Sie könnte die Welt befrieden, würde mehr Menschen bewußt, wieviel Macht sie in demokratischen Rechtssystemen haben und daß es an jedem Einzelnen liegt, sein gutes Recht auch wirklich durchzusetzen. Natürlich sollte man es dazu kennen und sich nicht von Juristen weismachen lassen, Juristen dürften die Gesetze vorbei am dahinterstehenden Zweck auslegen.

Recht ist ein Kinderspiel,
Unrecht das Spiel dummer Erwachsener.
- Setarkos -
.............

 

Danke für Ihre Aufmerksamkeit, danke für's Weitersagen und ein bißchen Unterstützung, damit der echte Engel des Friedens
endlich fliegen kann, damit sich rasch viel ändert und möglichst viele Juristen bald als "Macht des Rechts" achten können ...!

Weil Recht nur was taugt, wenn man es praktisch nutzen kann, und sich vieles ändern wird, wenn jeder ein bißchen was unternimmt (!),
helfen Sie mit der Verbreitung dieser Geschichte mehr, unsere Welt zu entschlechtern und gefährliche Turbulenzen zu verhindern
als mit dem Warten darauf, daß Mächtigen das große Zauberkunststück gelingt.
Sie können den Friedensengel fliegen lassen,
indem Sie Leidgeplagten empfehlen, die "Schlüsselrechte" von zweite-hilfe.de zu nutzen ...!


© Bitte beachten Sie, daß Reproduktion und Verbreitung ausschließlich den Urhebern zustehen,
und Zitate aus den hier veröffentlichten Texten nur in einem engen Rahmen erlaubt sind,
der unter Umständen sehr zeitaufwendig und kostenintensiv zu Lasten des Rechtsverletzers
festgestellt werden muß! -
Die Urheber werden auf begründete Anfragen genannt.

Seite bitte schließen! - Die Hauptseite ist noch geöffnet!
Falls nicht, rufen Sie bitte interessen-management.de auf.